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Startseite > Wissenschaft > Hochschulen > Frauenförderung in der Wissenschaft

Frauenförderung in der Wissenschaft

Die Verwirklichung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist besonders im Hochschulbereich ein grundlegendes Ziel der Landesregierung. Mit der Verabschiedung des Landesgleichstellungsgesetzes 1995 sind entsprechende Regelungen in das Hochschulgesetz aufgenommen worden. Eine Reihe von Maßnahmen zum Abbau bestehender Benachteiligungen sowie der Unterrepräsentanz von Frauen in bestimmten Studiengängen und im Bereich der wissenschaftlichen Weiterqualifizierung wurden ergriffen.

Einen Schwerpunkt bei der Projektförderung bilden die technisch-naturwissenschaftlich-mathematischen Fächer, für die es besonders dringlich ist, mehr Frauen auf Seiten der Lehrenden und Lernenden zu gewinnen. Als beispielhaft kann hier das  Ada-Lovelace-Projekt (http://www.ada-lovelace.com) angeführt werden. Weitere Maßnahmen sind die Einrichtung von Frauenforschungsprofessuren an verschiedenen Hochschulen. Außerdem gibt es ein Juniorprofessorinnenprogramm Wiedereinstiegsstipendien.

Letztere werden natürlich als wirksames Instrument zur Wiedereingliederung und Weiterqualifizierung von Wissenschaftlerinnen, die ihre Arbeit wegen Erziehungs- und Betreuungsaufgaben vorübergehend unterbrochen haben, an den Universitäten fortgeführt.

Seit 1998/99 existiert das Lehrbeauftragtenprogramm "Mary Somerville", das die Chancen qualifizierter Frauen auf eine Fachhochschulprofessur durch den Erwerb von Lehrerfahrung und frühzeitige Kontakte zu Fachhochschulen erhöhen soll. Die Namensgeberin des Programms, eine englische Naturwissenschaftlerin, hatte sich bereits im 19. Jahrhundert für die Öffnung von Ausbildungsstätten für Mädchen eingesetzt.

Trotz großer Fortschritte sind Frauen an den Hochschulen immer noch unterrepräsentiert, so dass die Unterstützung und das Sichtbarmachen wissenschaftlicher Leistungen von Frauen weiterhin notwendig sind, um einen nachhaltigen gesellschaftlichen Bewusstseinswandel herbeizuführen.

Ada-Lovelace-Projekt
Lehrbeauftragtenprogramm
Wiedereinstiegsstipendien