Im weiteren europäischen Kontext ist auch für das Land Rheinland-Pfalz die von 46 europäischen Staaten getragene Initiative zur Schaffung eines "Europäischen Hochschulraums" von besonderer Bedeutung. Aufbauend auf der Konvention von Lissabon und der Sorbonne-Erklärung forderten die europäischen Bildungsminister 1999 in der Bologna-Erklärung die Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Hochschulsystems durch verschiedene Einzelmaßnahmen. Die rheinland-pfälzischen Universitäten und Fachhochschulen arbeiten mit Hochdruck an der Verwirklichung dieser Ziele. Zur Gewinnung ausländischer Studierender und Promovenden werden derzeit akkreditierte Bachelor- und Master-Studiengänge, Leistungspunktsysteme (ECTS) und die Modularisierung von Studiengängen sowie "diploma Supplements" verstärkt eingesetzt.
Die Anstrengungen der Hochschulen sind aber auch darauf gerichtet, strukturelle Veränderungen vorzunehmen. International ausgerichtete Studiengänge und fremdsprachige Lehrangebote sollen ebenso wie spezielle postgraduale Studienangebote für Ausländer, Programme für Promovenden und Internationale Graduiertenkollegs ausländische Studierende und Nachwuchswissenschaftler vermehrt anziehen.

