Der Wissens- und Technologietransfer ist nach § 2 Abs. 6 des HochSchG eine Kernaufgabe der Hochschulen.
Ziel des MBWWK ist die Optimierung der Austauschprozesse zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Die Hochschulen des Landes sind Partner im Innovationsprozess. Sie gewährleisten, dass Unternehmen schnell, kompetent und ohne Umwege Problemlösungen aus einer Hand erhalten und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse direkt bei der Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren umgesetzt werden können. In jeder Hochschule steht den Unternehmen eine feste Ansprechperson zur Verfügung, die bei Bedarf Kontakte zu Expertinnen und Experten in der eigenen oder in einer anderen rheinland-pfälzischen Hochschule vermittelt. Insbesondere kleine und mittelgroße Unternehmen finden in den Hochschulen kompetente Partner für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. Die von den Hochschulen initiierten strategischen Partnerschaften mit Unternehmen erschließen weitere Innovationspotenziale und verbessern zugleich den Anwendungsbezug sowie die Qualität in Lehre und Weiterbildung.
Das Ministerium unterstützt die Universitäten und Fachhochschulen beim Ausbau eines gemeinsamen Hochschul-Transfernetzwerks und bei der Weiterentwicklung der Instrumente des Transfers. Dazu gehören z.B. Technologiescouts, die in den Universitäten und Unternehmen Potenziale der Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Entwicklung aufspüren sowie eine Forschungs- und Transferdatenbank, mit der das Expertenwissen der Hochschulen insbesondere für die Unternehmen transparent gemacht wird. Transferprozesse werden damit vereinfacht und beschleunigt.
Um den Verwertungsprozess von Innovationen und Erfindungen über Patentierung, Verwertung und Vermarktung professionell zu koordinieren und die vorhandenen Ressourcen optimal zu nutzen, unterstützt das MBWWK den Patentverbund Forschung Rheinland-Pfalz, dem alle Hochschulen und zahlreiche außeruniversitäre Forschungseinrichtungen angeschlossen sind.
Der europaweite Transfer von Wissen wird durch einen vom MBWWK geförderten Netzwerkknoten innerhalb eines europäischen Netzwerks (Enterprise Europe Network (EEN)) erleichtert. Dadurch können sehr schnell Kontakte aufgebaut werden, um die Forschungs- und Entwicklungsergebnisse der Hochschulen bei Unternehmen in Europa zu präsentieren und ausländische Unternehmenspartner für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu finden.
Der Wissens- und Technologietransfer wird durch zwei Landeseinrichtungen unterstützt. Während das Institut für Innovation, Transfer und Beratung (ITB) in Bingen einzelne Serviceleistungen für die Fachhochschulen Bingen und Mainz erbringt, nimmt die IMG Innovations-Management GmbH in Kaiserslautern übergreifende Aufgaben wahr, wie z.B. die Patentverwertung, die Organisation von Gemeinschaftsständen auf internationalen Leitmessen und den Betrieb der Kontaktstelle im Rahmen des Enterprise Europe Networks.

