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Die Forschungsstrategie der Universität Trier

Die Universität Trier ist eine vorwiegend geisteswissenschaftlich ausgerichtete, forschungsaktive und international vernetzte Hochschule mit einem Schwerpunkt in der Geschichte und Gegenwart Europas. Sie ist eine junge, dynamische Campusuniversität, die im Aufbruch ihrer Wiedergründung im Jahr 1970 und aus dem Bewusstsein ihrer über 500-jährigen Tradition lebt. Die Universität Trier widmet sich besonders der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Sie sichert ihre universitäre Autonomie als positives Element in der Zusammenarbeit mit staatlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Partnern. Die hohe interdisziplinäre Ausrichtung macht die Ergänzung der Fächerstruktur durch die bestehenden natur-wissenschaftlichen Fächer unabdingbar.

Die Universität konzentriert ihre derzeitige Forschung in den Bereichen 

  • Europa (einschließlich der Beziehungen in einer globalisierten Welt),
  • Geisteswissenschaften von der Antike bis zur Gegenwart,
  • Umwelt,
  • Information und Kommunikation,
  • Zusammenleben, Handeln und Lernen.

Mit der Beteiligung an der Forschungsinitiative Rheinland-Pfalz verbindet die Universität Trier vor allem

  • eine erfolgreiche Beteiligung an der beabsichtigten Fortführung der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder,
  • weitere Drittmitteleinwerbungen,
  • eine Konzentration auf Bereiche, die national wie international Spitzenleistungen bereits heute sichtbar machen und künftig erwarten lassen,
  • hervorragende Doktorandenförderung, verbunden mit einer Qualitätssteigerung sowie einer Verkürzung der Promotionszeiten.

Durch die Berufung hervorragender Wissenschaftler/innen wird auch zukünftig die Forschung weiterhin im Sinne der Gesamtstrategie der Universität gestärkt.

Die Universität Trier legt besonderes Gewicht auf die internationale Vernetzung und wissenschaftliche Kooperation. Der Internationalisierungsgrad schlägt sich nieder in einem Anteil von ca. 13 % ausländischen Studierenden. Zudem kommen zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland. Die Universität unterhält derzeit zu 25 ausländischen Universitäten erfolgreiche und gut funktionierende Partnerschaftsbeziehungen, 160 bilaterale Abkommen im Rahmen des SOKRATES-Programms sowie einen Direktaustausch von Studierenden und Mitgliedern des Lehrkörpers mit 32 weiteren Universitäten. Nahezu alle Forschungsprojekte sind international vernetzt. In den Master- und Doktorandenprogrammen gibt es eine Vielzahl englischsprachiger Veranstaltungen, die weiter ausgebaut werden sollen. Die Fachspezifische Fremdsprachenausbildung der Juristen und Wirtschaftswissenschaftler in bis zu sechs Sprachen (Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch und Japanisch) ist ein Markenzeichen der Universität Trier. 2008/2009 ist eine Erweiterung um das Chinesische geplant. Dieses Niveau der Internationalisierung soll gehalten und nach Möglichkeit ausgebaut werden. Die Universität Trier sieht sich als Doktorandenuniversität. Am 2005 gegründeten Internationalen Graduiertenzentrum sind derzeit 579 Doktorandinnen und Doktoranden registriert. Die sektionsübergreifenden Veranstaltungen für alle Doktorandinnen und Doktoranden werden ergänzt um sektionsspezifische Veranstaltungen, die in vier fachlich zusammengehörende Bereiche integriert sind. Dieses Doktorandenzentrum wird weiter ausgebaut und vor allem um englischsprachige Veranstaltungen erweitert. Ein besonderer Wert wird auf die Gewinnung hervorragender Studierender gelegt. Entsprechende Auswahlverfahren werden spätestens 2010 eingeführt, beginnend mit den forschungsorientierten Master-Studiengängen. Im aktuellen Ranking des Kompetenzzentrums „Frauen in Wissenschaft und Forschung“ erreicht die Universität Trier einen zweiten Platz gemeinsam mit drei weiteren Universitäten. Dieser Platz soll gehalten werden. Das schon angebotene Gender-Studienzertifikat wird um einen MA-Studiengang erweitert. Die Universität Trier ist dem Leitbild einer familiengerechten Hochschule verpflichtet. Sie wurde als erste deutsche Universität mit diesem Prädikat ausgezeichnet und 2005 und 2008 erfolgreich reakkreditiert.

Forschungsschwerpunkte und Forschungszentren in der Forschungsinitiative:

  • Forschungsschwerpunkt Historisch-Kulturwissenschaftliches Forschungszentrum
  • Forschungsschwerpunkt Die Folgen des Global Change für Bioressourcen, Gesetzgebung und Standardsetzung
  • Forschungsschwerpunkt Regional- und Umweltstatistik
  • Forschungsschwerpunkt Elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften
  • Forschungsschwerpunkt The Design of Efficient Labour Market Institutions in Europe
  • Forschungszentrum Europa - Strukturen langer Dauer und Gegenwartsprobleme