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Startseite > Wissenschaft > Forschung und Technologie > Forschungsprofil der Hochschulen > Universitäten > Universität Koblenz-Landau

Das Forschungsprofil der Universität Koblenz-Landau

Die Universität Koblenz-Landau wurde 1990 aus der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule Rheinland-Pfalz gegründet. Die Forschung der Universität wird von 150 Professorinnen und Professoren, ca. 250 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in acht Fachbereichen und 41 Instituten sowie einer Reihe zentraler Einrichtungen getragen. Die Forschungsfelder der Universität Koblenz-Landau konzentrieren sich auf die Bereiche:

  • Bildung,
  • Umwelt,
  • Informatik und Technik,
  • Gesellschaft und Kultur.

Die Forschung wird von kleinen, aber national und international vernetzten Arbeitsgruppen geleistet. Durch die Vernetzung auch traditionell weit entfernter Disziplinen wie den Natur- und Kulturwissenschaften werden innovative Forschungsfragen entwickelt und wissenschaftlich und gesellschaftlich relevante Themen besetzt.

Die Forschung an der Universität Koblenz-Landau versteht sich als Ergänzung zu großen Forschungsvorhaben in Exzellenzuniversitäten und setzt vor allem auf einzelne Persönlichkeiten herausragender Forscherinnen und Forscher. Dass dieser Ansatz Erfolg versprechend ist, lässt sich an der Entwicklung der Drittmittel der Universität ablesen. Seit ihrer Gründung hat die Universität ihre Drittmitteleinnahmen kontinuierlich gesteigert. Dabei ist der Anteil von Mitteln der Europäischen Union im Vergleich zu anderen Landesuniversitäten überproportional hoch.

Als strategisches Handlungsfeld sieht die Universität zum einen den Aufbau von Forschungsstrukturen, die es ermöglichen, auf nationaler und internationaler Ebene mit größeren Forschergruppen aufzutreten. Zum anderen ist sie bestrebt, die Einwerbung von Drittmittel insbesondere im Bereich der grundlagenorientierten Forschung zu erhöhen. Langfristig soll auf den Gebieten Bildungsforschung, Umweltwissenschaft, Informatik sowie Sozial- und Kulturwissenschaften mindestens eine international sichtbare Arbeitsgruppe etabliert werden. Deshalb werden Anträgen im Bereich der Grundlagenforschung bzw. an die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) von der Universität im Rahmen ihrer inneruniversitären Forschungsförderung gezielt gefördert.

Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in der Forschung hat das Land im Juni 2008 eine Forschungsinitiative gestartet. Die Universität Koblenz-Landau hat im Rahmen dieser Forschungsinitiative eine Profilbildungsstrategie entwickelt und ein Gesamtkonzept zur Stärkung der Forschung vorgelegt. Nach einem externen Begutachtungsprozess fördert das Land Rheinland-Pfalz von 2008 bis 2011 an der Universität Koblenz-Landau mit der Forschungsinitiative die drei Forschungsschwerpunkte:

  • Bildungsforschung
  • Informatik
  • Umweltwissenschaften.

Eine zentrale Rolle in der Forschungsstrategie der Universität Koblenz-Landau spielt die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Dabei kann die Universität auf die erfolgreiche Arbeit ihres Interdisziplinären Promotionszentrums (IPZ) aufbauen. Das IPZ stellt seit 2006 die universitätsweite strukturierte Promotionsförderung sicher. Künftig wird das IPZ auch als Dienstleistungszentrum für Graduiertenkollegs fungieren, die im Rahmen der Forschungsschwerpunkte beantragt werden sollen. Die Universität verpflichtet sich in ihrem Gesamtkonzept auch zum Ausbau familiengerechter Arbeitsbedingungen wie z. B. einem Kinderbetreuungsangebot auf dem Campus oder besonderen Stipendienangeboten für Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftlern.

Integraler Bestandteil der Forschungsstrategie der Universität ist die Förderung der Internationalisierung, z. B. durch den Aufbau internationaler Forschungsnetzwerke oder die Kooperation mit internationalen Partnern. Dabei kann die Universität auf bereits bestehende Beziehungen zu Universitäten und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen in Europa, Nord- und Lateinamerika, Asien, Afrika und Australien sowie Neuseeland aufbauen. Auch mit außeruniversitären Partnern in Deutschland praktiziert die Universität zahlreiche Kooperationen. So besteht beispielsweise seit vielen Jahren eine „strategische Allianz“ mit einer großen Versicherungsgruppe. Im Rahmen der Forschungsinitiative sind enge Kooperationen z. B. mit dem Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung in Frankfurt, der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz, dem Helmholtz Zentrum für Umweltforschung in Leipzig oder der Initiative „IT.Stadt Koblenz“ vorgesehen.