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Die Forschungsstrategie der Technischen Universität Kaiserslautern

Die Technische Universität Kaiserslautern startete im Rahmen der Forschungsinitiative 2008 – 2011 des Landes Rheinland-Pfalz eine Neuaufstellung ihrer Strategie zur Forschungsförderung. Zentraler Aspekt dieser Strategie ist die Gründung zweier neuer Forschungszentren und fünf neuer Forschungsschwerpunkte, wodurch das naturwissenschaftlich-technische Forschungsprofil weiterentwickelt und geschärft wird. Der Profilbildungsprozess verfolgt das Ziel, starke Forschungspotentiale noch weiter zu bündeln. Durch die Einrichtung und Stärkung der neuen Initiativen wird das hohe Potential an international tragfähiger Forschung in Kaiserslautern weiter ausgebaut. Ein wesentliches Ziel ist die verstärkte Einwerbung von koordinierten Drittmittelvorhaben, wie zum Beispiel Sonderforschungsbereiche, Graduiertenkollegs und Forschergruppen. Die strategisch angelegte Vernetzung der Naturwissenschaften mit den Ingenieurwissenschaften unter Einbindung der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften wird hierbei als besonderes TU-Merkmal die Sichtbarkeit in der deutschen Forschungslandschaft noch weiter erhöhen. Durch diese Maßnahmen strebt die TU Kaiserslautern auch eine verbesserte Ausgangsposition für die beabsichtigte Fortführung der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder an. Mit der Profilierung der TU Kaiserslautern einhergehend werden neue Wege der Exzellenz- und Nachwuchsförderung beschritten; die Internationalisierung wird sowohl im Bereich der Forschungs- als auch der Nachwuchsförderung vorangetrieben. Die TU Kaiserslautern hat ihren Forschungsprofilbildungsprozess auf vier Säulen gestellt: 

  • Säule I – Bildung neuer Exzellenz
    Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und Anförderung vielversprechender neuer Initiativen durch einen neu geschaffenen Innovationsfond,
  • Säule II – Unterstützung von Einzelexzellenz
    Unterstützung von ausgewiesenen Einzelprojekten außerhalb koordinierter Vorhaben und Sichtbarmachung der darin erzielten wissenschaftlichen Leistungen,
  • Säule III – Vertiefung und Verbreiterung von Exzellenz
    Förderung von qualifizierten Zusammenschlüssen mittlerer Größe von Arbeitsgruppen (entsprechend den Forschungsschwerpunkten der Stufe II der Forschungsinitiative des Landes),
  • Säule IV – Stärkung und Vernetzung bestehender breiter Exzellenz
    Förderung von größeren Forschungszusammenschlüssen (entsprechend den Forschungszentren der Stufe III der Forschungsinitiative des Landes) mit zentraler Bedeutung für das Forschungsprofil der TU Kaiserslautern mit dem Ziel große, koordinierte Forschungsvorhaben einzuwerben und für einen kommenden Bundesexzellenzwettbewerb konkurrenzfähig zu sein. 

Im Rahmen der Forschungsinitiative 2008– 2011 des Landes Rheinland-Pfalz wurden die am Schluss dieses Dokumentes aufgelisteten Forschungszentren und Forschungsschwerpunkte eingerichtet. Das große Renommee der TU Kaiserslautern auf den Feldern angewandter Mathematik und Ingenieurswissenschaften sowie Optik und Materialwissenschaften wird durch zwei Forschungszentren weiter gestärkt. Das Forschungszentrum „Center of Mathematical and Computational Modelling (CMCM)“ und das Forschungszentrum „Zentrum für Optik und Materialwissenschaften (OPTIMAS)“ bilden hier große Zusammenschlüsse von Forschungsbereichen im Fächerspektrum der TU Kaiserslautern ab und stimulieren die Kooperation auf diesen international sichtbaren Themenfeldern. Die 5 Forschungsschwerpunkte in ausbaufähigen innovativen Forschungsfeldern wurden auf der Ebene von Zusammenschlüssen von Arbeitsgruppen aus typischerweise 2-3 Fachbereichen gegründet. Sie sind ingenieurwissenschaftlich-naturwissenschaftlich zentriert unter Einschluss von wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Aspekten. Zur Umsetzung des Profilbildungsprozesses in den Säulen I und II wird ein Teil der Zusatzmittel der Projektförderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG-Programmkostenpauschale) zur Verstärkung der Grundausstattung in geförderten Einzel- und Paketprojekten und zur Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses (Innovationsfonds) verwendet. Die Forschungsschwerpunkte und Forschungszentren werden intensiv durch die Gremien der TU Kaiserslautern, z. B. die eingesetzten Steering Committees zur Forschungsförderung begleitet. Der externe Forschungsbeirat wird regelmäßig den Fortschritt der Initiativen und die Weiterentwicklung des Profilbildungsprozesses begutachten.

Forschungsschwerpunkte und Forschungszentren in der Forschungsinitiative 

  •  Forschungsschwerpunkt Advanced Materials Engineering (AME)
  • Forschungsschwerpunkt Ambient Systems - Technologien und Anwendungen (AmSys)Forschungsschwerpunkt Membrantransport
  •  Forschungsschwerpunkt Nanostrukturierte Katalysatoren für eine effizientere Nutzung von Rohstoffen (NanoKat)
  • Forschungsschwerpunkt Nachhaltige Bauwirtschaft
  • Forschungszentrum Center of Mathematical an Computational Modelling
  • Forschungszentrum Optik und Materialwissenschaften (OPTIMAS)