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Fachhochschule Worms

Forschungsinstitute der Fachhochschule Worms

Das Zentrum für Technologietransfer und Telekommunikation (ZTT) ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Fachhochschule  Worms und untersteht dem Senat. Der wissenschaftliche Leiter des ZTT ist Prof. Dr. Ralf Keidel. Die wesentliche inhaltliche Kompetenz des ZTT ist die Erforschung und Entwicklung plattformunabhängiger, sicherer, heterogener „Verteilter Systeme“. Die Forschungsschwerpunkte „Verteilte Systeme“ liegen in den Bereichen: 

  • E-Government
  • Scientific Computing
  • Forschung und Lehre

E-Government: Das ZTT hat sich im Laufe der letzten Jahre die Kompetenz erarbeitet, Optimierungspotenziale im Umfeld behördlicher Prozesse zu erkennen und diese mit schlanken integrativen Lösungen auszuschöpfen. Reibungslose Verfahrensabwicklung mit Behörden kann erfahrungsgemäß insbesondere für Unternehmen ein entscheidender Faktor bei der Standortwahl darstellen und hat daher einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die regionale Entwicklung.

Aus den Erfahrungen mit konkreten E-Government Lösungen wurden im Rahmen eines erfolgreichen BMBF Projekts universelle Werkzeuge und Verfahren geschaffen, die die Entwicklung neuer E-Government Lösungen erheblich beschleunigen. Die Ergebnisse dieser Bemühungen fließen aktuell in nationale und internationale Standardisierungsverfahren und konkrete überregionale Integrationsprojekte ein.

Scientific Computing: Seit seiner Gründung beteiligt sich das ZTT erfolgreich an diversen Forschungsprojekten, die ausgeprägte Kompetenz in der Entwicklung performanter verteilter Softwarelösungen erfordert. So wurde beispielsweise im Rahmen eines EU Projekts im internationalen Verbund ein System zur Verbesserung der Datenqualität von sog. Wind Profilern entwickelt, die für die Flugsicherung und im Katastrophenschutz wichtige Funktionen erfüllen.
Das ZTT ist außerdem seit 2002 Mitglied am CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) und entwickelt Software-Schlüsselkomponenten für das dort im Aufbau befindliche ALICE Experiment, eines der sechs Detektorexperimente des Large Hadron Collider (LHC). Die Software übermittelt sicher und performant große Datenmengen und stellt somit die korrekte Funktion der empfindlichen Detektorhardware sicher.

Forschung und Lehre: Das ZTT entwickelte E-Learning Systeme zur Erfassung und Verteilung multimedialer Inhalte, welche Veranstaltungen ergänzen bzw. Übungswerkzeuge sowie Systeme zur einfachen und rechtssicheren Durchführungen und automatisierten Bewertung von Prüfungen. Aktuell werden, gemeinsam mit renommierten internationalen Partnern, Möglichkeiten zur Integration von modernsten Verfahren der automatisierten Auswertung von Freitextaufgaben erforscht.

Im Rahmen eines laufenden Projekts des MBWWK entwickelt das ZTT in Zusammenarbeit mit Domänenexperten der Hochschulen des Landes Rheinland-Pfalz die nächste Generation der "Forschungsdatenbank". Dabei handelt es sich um ein vollwertiges modernes Current Research Information System (CRIS), das als Plattform für alle Forschungsaktivitäten des Landes der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen wird.

Kompetenzzentren der Fachhochschule Worms

Forschungsschwerpunkt „Entrepreneurship/Gründungsmanagement“

Neuere Forschungsentwicklungen werden durch die Professur „Internationale Existenzgründung und Internationale Unternehmensführung“, vertreten durch Prof. Dr. Michael Gräf aufgegriffen. Gründungen haben heute insbesondere im industriellen Bereich keinen rein nationalen Fokus mehr. Statt dessen werden Koordination und Konfiguration der Wertschöpfungskette und der Geschäftsprozesse zunehmend internationalisiert und die klassische nationale Betrachtung von Konsumenten und Märkten durch eine Bedienung regionaler, nationaler, aber eben auch europäischer und internationaler Kundenkreise abgelöst.

Im Rahmen des Sonderprogramm „Akademischer Neuaufbau Südosteuropa“ fördert der DAAD das von der Fachhochschule Worms in Kooperation mit dem Institute for European Affairs, Düsseldorf beantragte Projekt „Hochschulnetz: Entrepreneurship und Innovation“. U. a. sollen in das Netz der Hochschulen auch gemeinsame Forschungsprojekte eingebunden werden. Hierbei sollen interkulturelle Bezüge in den Ländern und unterschiedliche Gründungshemmnisse und Wachstumsbarrieren sowie begünstigende Faktoren insbesondere bei länderübergreifenden Gründungsprojekten thematisiert werden.
Der Aufbau eines Zentrums für Entrepreneurship an der FH Worms ist in Vorbereitung.

Forschungsschwerpunkt „Tourismusmanagement und Tourismuspolitik“

Der Fachbereich Touristik/Verkehrswesen ist der einzige Fachbereich an einer deutschen Hochschule, der die Fachgebiete Touristik und Verkehrswesen sowohl integrativ als auch interdisziplinär abdeckt. Das Fachgebiet Touristik setzt sich aus den Gebieten Reisevertrieb, Reiseveranstalter-, Destinations-, Hotellerie-, Geschäftsreise- und Eventmanagement zusammen. Das Fachgebiet Verkehrswesen deckt die Verkehrsträger Flug, Schiene, Bus und Schiff ab.

Das Forschungsprofil des Fachbereichs entspricht dieser breiten und integrativen Aufstellung. Der Schwerpunkt fügt sich ein in das am Fachbereich entwickelte Konzept eines „House of Tourism and Travel Management (HoTT)“.