Die Fachhochschule Kaiserslautern versteht sich als moderne Hochschule für angewandte Wissenschaften und Gestaltung. Die Forschung an den Standorten Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken ist überwiegend anwendungsorientiert. Die Themen decken dabei, korrespondierend zum Studienangebot, ein breites Feld ab. In Kaiserslautern wurden die klassischen Disziplinen Maschinenbau und Elektrotechnik schon vor Jahren ergänzt durch Informations- und Kommunikationstechnologien und interdisziplinäre Fächer wie Mechatronik und Wirtschaftsingenieurwesen. Der Bereich Bauen und Gestalten mit den Studiengängen Bauingenieurwesen, Architektur und Innenarchitektur hat mit Virtual Design eine zukunftsweisende Erweiterung erfahren. In Pirmasens treffen unter dem Begriff Polymertechnologie die Bereiche Chemietechnik, Kunststofftechnik, Lederverarbeitung und Textiltechnik zusammen. Mit der Technischen Logistik kam hier vor einigen Jahren auf Anregung der lokalen Wirtschaft eine ganz neue Disziplin hinzu. In Zweibrücken ist seit 1994 ein attraktiver Campus entstanden mit einem Studienangebot aus betriebswirtschaftlichen Fächern, Informatik, Mikrosystemtechnik und Lebenswissenschaften. Als besonders drittmittelstark haben sich an unserer Hochschule die Bereiche
- Mikrosystemtechnik mit Mikrogalvanik, Mikrostrukturierung, OLEDs und Feinwerktechnik
- angewandte Lebenswissenschaften mit Schwerpunkt auf der Verknüpfung von Zellsystemen mit technischen Systemen
- angewandte Informatik, besonders die Optimierung von Erlern- und Bedienbarkeit komplexer technischer Systeme
- Werkstoffmechanik mit Schwerpunkt auf Eigenspannungsanalysen von Randschichten
herausgebildet. Das sind auch die Bereiche, in denen die Hochschule eine anspruchsvolle Laborausstattung vorzeigen kann. Besonders zu erwähnen ist ein 300 m2 großer Reinraum mit kompletten Fertigungslinien und angeschlossenen Analytik-Laboren am Campus Zweibrücken.
Zur Unterstützung der beginnenden Profilbildung und Fokussierung der Forschungsaktivitäten, wurden 2005 vom Senat der Hochschule drei Angewandte Forschungsschwerpunkte eingerichtet, mit dem Ziel eine stärkere Beteiligung an Bundes- oder EU-Projekten zu erreichen:
- Integrierte miniaturisierte Systeme
Integrierte miniaturisierte Systeme sind funktionale Systeme auf kleinstem Raum, die nur mittels moderner physikalischer und chemischer Verfahren der Mikro-, Nano- oder Biotechnologie hergestellt werden können. Dazu müssen Mikrofertigungsverfahren samt der zugehörigen Analysemethoden, Materialwissenschaften, Simulationstechniken und Verfahren der Signalverarbeitung kombiniert werden. Insbesondere aufgrund des ausgeprägt interdisziplinären Charakters ist dieser Forschungsschwerpunkt mit einem hohen F&E-Potential verbunden. Der Wirtschaft wird Kompetenz in Form von Consulting und Entwicklungsprojekten angeboten. - Zuverlässige software-intensive Systeme
Der Schwerpunkt befasst sich mit der Entwicklung von Methoden und Vorgehensweisen zur integrierten Entwicklung von Systemen, bei denen Software in engem Zusammenhang mit technischen und/oder organisatorischen Komponenten steht. Hierbei wird eine hohe Zuverlässigkeit und Qualität des entwickelten Gesamtsystems angestrebt. Die Methoden und Vorgehensweisen werden an konkreten Anwendungsfällen entwickelt und erprobt, derzeit insbesondere aus den Bereichen Health Care, Logistik und Geschäftsprozessmanagement. - Nachhaltige und ökologische Produkte und Dienstleistungen
Ein Arbeitsschwerpunkt liegt im Bereich des nachhaltigen Bauens und Gestaltens. Es werden Konzepte entwickelt und realisiert, um unter ökonomischen Gesichtspunkten CO2 neutrale oder Energie-Gewinn-Gebäude zu bauen.
Diese Schwerpunkte sind fachbereichsübergreifende Zusammenschlüsse drittmittelaktiver Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer. Sie weisen einen interdisziplinären Charakter auf und orientieren sich an Zukunftsthemen unserer Gesellschaft.
2008 wurde das Kompetenzzentrum „Bio Medical Engineering“ am Campus Zweibrücken eingerichtet, in das besonders die Expertisen der im neuen Studiengang Applied Life Sciences beteiligten Professoren einfließen. Synergien aus den Bereichen der Mikrosystemtechnik und der Nanotechnologie sowie aus der Medizin und Biologie liefern komplett neue diagnostische Ansätze, Therapien und Simulationsmöglichkeiten.
Am Wissens- und Technologietransfer sind an der Fachhochschule Kaiserslautern sehr viele Personen aktiv beteiligt, allein schon durch die Betreuung studentischer Arbeiten im Unternehmen, aber auch in Kooperationsprojekten. Unsere Hochschule steht hier besonders auch der regionalen Wirtschaft als Partner zur Verfügung. Durch die aktive Mitarbeit im Transferwissensnetz t:win erschließen wir auch das Potenzial der sechs anderen rheinland-pfälzischen Fachhochschulen.
Forschungsinstitute der Fachhochschule Kaiserslautern
- Institut ed-media
- Institut für nachhaltiges Bauen und Gestalten
- Kompetenzzentren der Fachhochschule Kaiserslautern:
- Kompetenzzentrum für Mechatronische Systeme
- Kompetenzzentrum für Produktionsintegrierten Umweltschutz / Nachwachsende Rohstoffe
- Competence Center for Instructional Design in Technology
- Technologietransferstelle Technische Logistik
- Kompetenzzentrum Bio Medical Engineering
- Transferstelle für Automatisierungs-, Mess- und Sensortechnik

