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Startseite > Wissenschaft > Forschung und Technologie > Existenzgründungen aus der Wissenschaft

Existenzgründungen aus der Wissenschaft

Technologie- und wissensintensive Unternehmensgründungen sind von großer Bedeutung für den Innovationsfortschritt einer Gesellschaft. Durch sie wird technologisches Wissen unmittelbar in innovative Produkte, Verfahren und Dienstleistungen umgesetzt. Sie schaffen hochwertige Arbeitsplätze und weisen ein überdurchschnittlich hohes Umsatz- und Beschäftigungswachstum auf.

Dabei kommt vor allem Ausgründungen aus dem wissenschaftlichen Umfeld (sog. akademische Spinoffs) ein besonderer Stellenwert zu. Sie sind deutlich innovationsaktiver als andere Gründungen und sorgen dafür, dass neueste wissenschaftliche Erkenntnisse im Wege des Technologie- und Wissenstransfers "über Köpfe“ sehr schnell dem wirtschaftlichen Prozess zur Verfügung stehen. Zudem sind sie regionalpolitisch bedeutsam, da sie i.d.R. im unmittelbaren Umfeld wissenschaftlicher Einrichtungen stattfinden.

Allerdings steht die Bedeutung dieser akademischen Spinoffs im Widerspruch zur tatsächlichen Gründungshäufigkeit, die seit vielen Jahren rückläufig ist.

Hier gilt es, in erster Linie den ingenieur- und naturwissenschaftlichen Nachwuchs in größerem Umfang für Hightech-Gründungen zu gewinnen und ihm eine fundierte gründungsspezifische Zusatzqualifikation zu vermitteln. Dadurch soll nicht nur die Anzahl solcher Gründungen erhöht, sondern auch ihre Qualität deutlich verbessert werden. Denn belegt ist mittlerweile der positive Zusammenhang zwischen Humankapital und Gründungsneigung.

An dieser Stelle setzt das Engagement des MBWWK an, verstärkt in die Sensibilisierung und Qualifizierung Studierender und wissenschaftlicher Mitarbeiter/innen zu investieren. Damit unterstützt das MBWWK wissenschaftsseitig Aktivitäten im Vorfeld der Unternehmensgründung; der eigentliche "wirtschaftsorientierte“ Gründungsprozess wird vom MWKEL begleitet.

Neuartig an diesen Aktivitäten des MBWWK zur Erschließung des Gründungspotenzials ist ihr ganzheitlicher, über einzelne Fachbereiche und sogar die einzelnen Hochschulen hinausgehender Ansatz. Bisher wurden Teilaspekte der Aktivitäten von den Transferbeauftragten der Hochschulen jeweils für ihre Hochschule wahrgenommen, andere Teilaspekte beispielsweise von einzelnen Fachbereichen. Ziel ist es u.a., an Hochschulstandorten mit ausreichendem Potenzial für Hightech-Gründungen und einer entsprechenden Umfeldinfrastruktur diese Aktivitäten in so genannten Gründungsbüros zu bündeln. Mit ihrer Hilfe sollen die systematische und nachhaltige Steigerung technologieorientierter Gründungen aus den Hochschulen sowie die Verbesserung der Führungskompetenzen in gründungsnahen Bereichen angestrebt werden.