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Startseite > Wissenschaft > Forschung und Technologie

Forschungs- und Technologieprogramm des MBWWK

Mit dem Forschungs- und Technologieprogramm schlägt das MBWWK eine Brücke von der Förderung der Grundlagenforschung über die angewandte Forschung bis zu deren Umsetzung im Innovationsprozess. Drei Ziele stehen dabei im Mittelpunkt:

  • die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen und Forschungseinrichtungen
  • die Optimierung der Austauschprozesse zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und
  • die Stärkung der Innovationsfähigkeit der Wirtschaft insbesondere KMU.

Die Maßnahmen, die das MBWWK zur Erreichung dieser Ziele durchführt bzw. plant, gliedern sich in folgende sechs Handlungsfelder:

1. Profilbildung in der Forschung

Neben dem Aufbau anwendungsorientierter Kompetenzen in Hochschulen und der Stärkung der internationalen Vernetzung und der Sichtbarkeit der Hochschulen werden in diesem Handlungsfeld v.a. Maß zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen durchgeführt. Zentral dabei ist die Forschungsinitiative der Universitäten, mit der das MBWWK seine Forschungsförderung auf die Förderung profilgebender Forschungsschwerpunkte und Forschungszentren konzentriert. Darüber hinaus werden in diesem Handlungsfeld auch Maßnahmen zur Technologievorausschau und der Technikfolgenabschätzung durchgeführt.

2. Auf- und Ausbau von Forschungsinstituten außerhalb der Hochschulen

Dieses Handlungsfeld dient der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Rheinland-Pfalz sowie der Ansiedlung neuer Institute. Dabei stehen die Institute der Fraunhofer  Gesellschaft und der Max-Planck-Gesellschaft ebenso im Mittelpunkt wie die landeseigenen Institute.

3. Auf- und Ausbau von Netzwerken/ Clustern

Die Vernetzung der anwendungsnahen Forschung von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen mit Unternehmen in Rheinland-Pfalz wird in diesem Handlungsfeld durch Maßnahmen vorangetrieben, die dem Aufbau fachspezifischer Cluster dienen. Clusteraktivitäten bestehen in den Bereichen Medizin/Biotechnologie, Nutzfahrzeugtechnologie, Naturstoffsynthese, Informationstechnologie und Mikrosystemtechnik. Der Aufbau weiterer Cluster ist für die Bereiche Keramik und Optische Technologien geplant.

4. Wissens- und Technologietransfer

In diesem Handlungsfeld werden das Transferpotenzial innerhalb der Hochschulen gestärkt und Transferprozesse zwischen Hochschulen und Unternehmen vereinfacht und beschleunigt. Dazu zählen der Auf- und Ausbau von Transfernetzwerken der Fachhochschulen und der Universitäten, die Forschungs- und Technologiedatenbank, das Technologieportal oder die Patentverwertung. Mit der Förderung von gemeinsamen Verbundforschungsprojekten von Hochschulen und Unternehmen, Themen-, Branchen- und Firmendialogen und der Präsentation auf Messen werden die Austauschprozesse zwischen Wissenschaft und Wirtschaft beim Technologietransfer weiter ausgebaut.

5. Stärkung von Humankapital

Dieses Handlungsfeld setzt bei den individuellen Kompetenzen an und nimmt einerseits qualifizierte Fachkräfte in den Hochschulen und andererseits  die spezifischen Bedürfnisse der Unternehmen beim Technologietransfer in den Blick. So werden Existenzgründungen aus der Wissenschaft gezielt durch Maßnahmen zur Sensibilisierung und Qualifizierung gefördert. Im Jahr 2008 wird zudem ein Förderprogramm gestartet, das Promotionen die in enger Kooperation zwischen Hochschulen und Unternehmen erstellt werden fördert, um den Wissens- und Technologietransfer auch auf der Ebene von Einzelpersonen zu befördern. Ferner soll den Unternehmen die Möglichkeit eröffnet werden, über eine geplante Fachkräftedatenbank gezielt nach qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu suchen. In branchenspezifischen Veranstaltungen wird Unternehmen und Hochschulen künftig zudem ein Forum geboten, Erfahrungen zum Wissens- und Technologietransfer mit dem Ziel auszutauschen, die Prozesse zu verbessern und zu beschleunigen.

6. Stärkung von Innovationsfeldern und Schlüsseltechnologien

Das MBWWK hat die Förderung folgender sechs Schlüsseltechnologien in den Mittelpunkt seiner Aktivitäten gestellt: Mikro- und Nanotechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologie, Materialwissenschaft und Werkstoffforschung, Optische Technologien, Gesundheitsforschung und Biotechnologie. Die Förderung dieser Schlüsseltechnologien korrespondiert dabei eng mit den übrigen Handlungsfeldern, die auf die Förderung des Innovationsprozesses in diesen Schlüsseltechnologien ausgerichtet sind.


Das Forschungs- und Technologieprogramm ist auf die gesamte Legislaturperiode hin ausgerichtet. Die Maßnahmen der einzelnen Handlungsfelder sind so miteinander verzahnt, dass alle drei Ziele des Forschungs- und Technologieprogramms zugleich verfolgt werden. Der überwiegende Teil der Maßnahmen wurde im Herbst 2006 gestartet. Nur wenige Maßnahmen werden in 2008 bzw. 2009 starten. Die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen hängt von der Antragstellung und der Kooperationsbereitschaft der Partner in Wissenschaft und Wirtschaft ab.

Download-Icon Forschungs- und Technologieprogramm (14.95 kB)