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Grußwort

Foto: Ministerin Doris Ahnen

Ministerin Doris Ahnen
(Foto von Heike Rost)

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

herzlich willkommen auf den Internetseiten des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur!

Auf den folgenden Seiten haben wir für Sie aktuelle Informationen zum breiten Aufgabenspektrum unseres Ministeriums zusammengestellt. Um diese Seiten möglichst vielen Interessentinnen und Interessenten zugänglich zu machen, haben wir eine barrierefreie Gestaltung für Menschen mit Einschränkungen der Sehfähigkeit umgesetzt.

Die Landesregierung hat Bildung zu einem Schwerpunkt ihrer politischen Arbeit erklärt. Dabei liegt uns besonders am Herzen, möglichst allen jungen Menschen in Rheinland-Pfalz den Zugang zur Förderung ihrer Talente und zu attraktiven Bildungsabschlüssen zu eröffnen, damit sie angesichts der stetig wachsenden Bedeutung von Bildung und Wissen ihre Zukunftschancen sichern. In der jüngeren Vergangenheit sind eine Reihe von Reformschritten umgesetzt worden:

Der demografische Wandel, die stark rückläufigen Schülerzahlprognosen und das veränderte Bildungswahlverhalten fordern eine Veränderung der Schulstruktur in Deutschland. Rheinland-Pfalz hat sich frühzeitig auf den Weg gemacht und mit der Einführung der Realschule plus und Errichtung weiterer Integrierter Gesamtschulen die demographische Entwicklung mit pädagogischen Zielen verbunden. Die Schullaufbahn und der erreichbare Schulabschluss werden möglichst lange offen gehalten. Das Land nutzt die demografische Entwicklung außerdem, um die Klassen in den Klassenstufen 1 bis 6 schrittweise zu verkleinern.

Individuelle Förderung hat ebenso Vorrang wie längeres gemeinsames Lernen und mehr Durchlässigkeit. Dies führt zu höheren Abschlüssen und einer besseren Berufsorientierung. Leistungsstarke Gymnasien sind dabei eine wichtige und unverzichtbare Säule im rheinland-pfälzischen Bildungssystem. Und: Unseren Berufsbildenden Schulen kommt eine wachsende Bedeutung gerade im Bereich der Weiterqualifikation zu, damit sich junge Erwachsene entsprechend der sich stetig wandelnden Arbeits- und Kompetenzanforderungen umfassend und ganzheitlich qualifizieren können.

Beim Ausbau von Ganztagsschulen hat das Land eine Vorreiterrolle in der Bundesrepublik übernommen. Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern, wurden seit 2001 mit Hilfe des Ganztagsschulprogramms 574 Ganztagsschulen in Angebotsform in allen allgemeinbildenden Schulformen errichtet. Zusammen mit den verpflichtenden Ganztagsschulen sind damit ca. 42 % aller allgemeinbildenden Schulen Ganztagsschulen.

Chancengleichheit – das heißt auch Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen gleichberechtigt, selbstbestimmt und aktiv an Bildung teilhaben zu lassen. Beim Ausbau der inklusiven Bildungsangebote will das Land den Eltern das uneingeschränkte Wahlrecht darüber einräumen, wo ihre Kinder gefördert werden. Und: Gleiche Bildungschancen zu gewährleisten, bedeutet, dass der Zugang zu einem qualitativ hochwertigen Bildungsangebot unabhängig von der sozialen Herkunft sichergestellt wird. Daher ermöglicht Rheinland-Pfalz allen Studierenden ein gebührenfreies Erststudium. 2010 wurden außerdem die Zugangsmöglichkeiten für beruflich qualifizierte Personen zum Hochschulstudium noch einmal erweitert.

Den Universitäten und Fachhochschulen stellt das Land mit dem Hochschulprogramm "Wissen schafft Zukunft" seit dem Jahr 2005 jährlich zusätzliche Millionenbeträge zur Verfügung. 2009 wurde der damalige Jahresbetrag von 80 Mio. Euro dann für vier Jahre festgeschrieben und in ein Sondervermögen überführt. Dieses Sondervermögen „Wissen schafft Zukunft“ wurde 2011 noch einmal mit 254 Mio. Euro zusätzlich ausgestattet und seine Laufzeit bis 2016 verlängert.

Besondere Bedeutung kommt in der rheinland-pfälzischen Weiterbildungspolitik der Gewährleistung einer „zweiten Chance“ zur Verbesserung der eigenen Bildungsbiografie zu. Alphabetisierungsangebote und die nachholende Qualifizierung durch den Erwerb von Schulabschlüssen sind wichtige Voraussetzungen für Chancengleichheit und das Gelingen von gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Integration. Das Weiterbildungsportal bündelt diese Angebote und gibt Hinweise zur Planung und Finanzierung einer persönlichen Weiterbildung.

Das Kulturland Rheinland-Pfalz bietet ein vielfältiges Angebot. Dazu zählen unter anderem Veranstaltungen der Villa Musica, die Künstlerhäuser Schloss Balmoral und Edenkoben, unsere Theater, wie das Staatstheater in Mainz mit seinem inzwischen weit gerühmten BallettMainz, die Landesmuseen und die Konzerte unserer Orchester, wie das Staatsorchester Rheinische Philharmonie und die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Der alljährliche Kultursommer Rheinland-Pfalz hat sich in der Kulturlandschaft des Landes seit 1991 zu einem Markenzeichen entwickelt, das über die Landesgrenzen hinaus ausstrahlt.

Besonders stolz sind wir auf die 2002 erfolgte Aufnahme des Oberen Mittelrheintals als erste deutsche Kulturlandschaft auf die Liste des UNESCO-Welterbes. Der Dom zu Speyer und das römische Trier finden sich bereits seit 1981 bzw. 1986 auf der Liste. Mit der im Juli 2005 ausgesprochenen Anerkennung des Obergermanisch-Raetischen Limes verfügt das Land Rheinland-Pfalz nunmehr über vier der 31 deutschen Welterbestätten.

Zu all diesen Themen finden Sie auf unseren Seiten weitergehende Informationen, übersichtlich aufbereitet und nach einzelnen Schwerpunkten gegliedert. Ich möchte Sie zu einer regen Nutzung einladen und wünsche Ihnen bei Ihren Recherchen viel Erfolg, neue Anregungen und viel Spaß!

Doris Ahnen
Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur