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UNESCO

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Die UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, zu Deutsch: Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation) ist ein Forum zur globalen intellektuellen Zusammenarbeit. Sie ist keine Entwicklungshilfeorganisation oder Agentur zur Projektförderung, sondern baut weltweit Modellprojekte auf, bringt Wissenschaftler und Experten zusammen und berät die Regierungen in Fragen der Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation.

Die UNESCO hat 191 Mitgliedstaaten. Sie ist eine rechtlich eigenständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen und hat ihren Sitz in Paris. Die Formulierung konkreter Programme und Projekte der UNESCO erfolgt in zweijährlichen Abschnitten, die auf der Generalkonferenz aller Mitgliedstaaten beschlossen werden.

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Ob die Pyramiden von Gizeh, die Akropolis von Athen, die Kathedrale von Chartres, die Schlösser und Gärten von Sanssouci in Potsdam oder die Galapagos-Inseln - die menschlichen Kulturleistungen und die Naturphänomene sind einzigartig und schützenswert. Daher hat die UNESCO es sich zur Aufgabe gemacht, die Kultur- und Naturgüter der Menschheit, die einen "außergewöhnlichen universellen Wert" besitzen, zu erhalten.
878 Stätten in 145 Ländern stehen derzeit auf der Liste des Welterbes (Stand: Juli 2008). Zum Kulturerbe gehören Baudenkmäler, Stadtensembles und Kulturlandschaften, aber auch Industriedenkmäler und Kunstwerke wie etwa Felsbilder. Das Naturerbe umfasst geologische Formationen, Fossilienfundstätten, Naturlandschaften und Schutzreservate von Tieren und Pflanzen, die vom Aussterben bedroht sind.

1972 hat die UNESCO das "Internationale Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt" verabschiedet. Inzwischen haben es 185 Staaten unterzeichnet. Es ist das international bedeutendste Instrument, das jemals von der Völkergemeinschaft zum Schutz ihres kulturellen und natürlichen Erbes beschlossen wurde.

Das Konzept: Die Verantwortung für den Schutz eines Kultur- oder Naturgutes, das einen "außergewöhnlichen universellen Wert" besitzt, liegt nicht allein in der Hand des jeweiligen Staates; vielmehr fällt er unter die Obhut der gesamten Menschheit. Ein eigens von der UNESCO eingerichtetes zwischenstaatliches Komitee prüft jährlich, welche Stätten neu in die "Liste des Welterbes" aufgenommen werden. Das Welterbekomitee prüft, ob die von den Mitgliedstaaten vorgeschlagenen Stätten die in der Welterbekonvention festgelegten Kriterien erfüllen. Hierzu zählen das Kriterium der "Einzigartigkeit" und der "Authentizität" (historische Echtheit) eines Kulturdenkmals oder der "Integrität" einer Naturerbestätte. Neben dem aktuellen "Erhaltungszustand" muss auch ein überzeugender Erhaltungsplan vorgelegt werden.

878 Kultur- und Naturerbestätten aus 145 Staaten aller Kontinente haben die Voraussetzungen für die Aufnahme in die UNESCO-Liste bislang erfüllt. Gegenüber 679 Kulturdenkmälern ist das Naturerbe mit 174 Eintragungen unterrepräsentiert. 25 Denkmäler gehören sowohl dem Kultur- als auch dem Naturerbe an (Stand: Juli 2008).

Die Welterbekonvention - "Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt"

Links: http://www.unesco.de / http://whc.unesco.org

Ansprechpartner der UNESCO


Welterbe-Zentrum der UNESCO
7, place de Fontenoy
75352 Paris 07 SP
FRANCE
Tel.   (0033) 145-681000
Fax:  (0033) 145-671690
E-Mail: bpi(at)unesco.org
Internet: http://whc.unesco.org

Deutsche UNESCO-Kommission e.V.
Colmantstraße 15, 53115 Bonn
Tel.  (0228) 60497-0
Fax: (0228) 60497-30
E-Mail: info-bibliothek(at)unesco.de
Internet: http://www.unesco.de

UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V.
Kornmarkt 6, 06484 Quedlinburg
Tel.  (03946) 8112-53/54
Fax: (03946) 8112-56
E-Mail: info(at)unesco-welterbe.de
Internet: http://www.unesco-welterbe.de