Zentralen Einfluss auf die Entwicklung der Unterrichtsversorgung hat die demografische Entwicklung. Seit einigen Jahren gehen die Schülerzahlen zurück. Im Schuljahr 2010/2011 wurden rund 580.000 Schülerinnen und Schüler in den allgemeinbildenden und in den berufsbildenden Schulen von gut 42.000 hauptberuflichen Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Die Daten für das laufende Schuljahr werden aktuell vom Statistischen Landesamt zusammengestellt.
Dabei besuchten im Schuljahr 2010/2011 etwa so viele Schülerinnen und Schüler rheinland-pfälzische Schulen wie im Schuljahr 1996/1997. Die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer lag 2010 allerdings um 7.500 Lehrkräfte höher als 1996. Da dies unter anderem auch Teilzeitkräfte sind, handelt es sich um 5.000 Lehrerstellen. Der Höhepunkt der aktuell deutlich abflauenden „Schülerwelle“ lag im Jahr 2003 (siehe Grafiken und Lexikon „Lehrerstellen“).

Demografische Entwicklung
Die Statistiker prognostizieren für Rheinland-Pfalz einen Rückgang der Schülerzahlen im Grundschulbereich um mehr als 22 Prozent gegenüber dem Stand von 2006. In der Sekundarstufe I (Klassenstufen 5-10) der weiterführenden Schulen wird ein Rückgang von mehr als 25 Prozent prognostiziert, in der Sekundarstufe II (Oberstufen) von knapp 19 Prozent. In absoluten Zahlen liegt der Schülerrückgang in den allgemeinbildenden Schulen bis 2016 bei rund 60.000 Schülerinnen und Schülern.
Allerdings: Für die Entwicklung der Unterrichtsversorgung sind die Schülerzahlen allein nicht aussagekräftig. Es muss auch immer berücksichtigt werden, unter welchen Bedingungen die Schülerinnen und Schüler lernen. Dabei geht es zum Beispiel um Fragen wie die Zahl der Schulen, die Zahl und Größe der Klassen, eventuelle Änderungen in den Stundentafeln für den Pflichtunterricht sowie um die Veränderungen bei den zusätzlichen schulischen Angeboten.
(Siehe auch: Pädagogische Weiterentwicklungen)

