Mit Curricularen Standards soll ein Grundbestand professionellen Wissens und Könnens erreicht werden, der die Grundlage der beruflichen Kompetenz für die spätere Tätigkeit als Lehrkraft bildet; es handelt sich hierbei um begründete und verbindliche Vorgaben für die Erstellung von Studienplänen und Modulhandbüchern in jedem Fach, das an der Lehrerbildung beteiligt ist.
Die Curricularen Standards beschreiben somit,
- welche Qualifikationen angehende Lehrerinnen und Lehrer in die Schulen mitbringen müssen und
- was das System der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung dafür leisten soll.
Auf diese Qualifikationen sollen sich Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Schulbehörden verlassen können.
Die Curricularen Standards, die eine wesentliche Strukturvorgabe für die Lehrerinnen- und Lehrerausbildung darstellen, orientieren sich an den Empfehlungen von Arbeitsgruppen, die für jedes Fach eingerichtet wurden. Bei jedem Modul werden die Studieninhalte sowie die damit zu erreichenden Qualifikationen der Absolventinnen und Absolventen eines lehramtsbezogenen Studiums ausgewiesen.
Darüber hinaus haben die Arbeitsgruppen grundlegende Aussagen zum Stellenwert und den übergeordneten Zielen des jeweiligen Fachstudiums entwickelt. Danach stellen sich Curriculare Standards mit folgenden Komponenten dar:
- mit dem Leitbild, das dem Studienangebot des jeweiligen Fachs zugrunde liegt (Zielsetzungen und Grundorientierungen des Fachs in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung),
- mit den fachlich übergeordneten Qualifikationszielen und angestrebten Kompetenzen,
- mit den Studieninhalten (Studienmodule mit ihren inhaltlichen Schwerpunkten sowie den darin zu erreichenden Qualifikationen).
Die Curricularen Standards beziehen sich zunächst auf die erste Ausbildungsphase; sie wirken aber damit in die zweite Phase, den Vorbereitungsdienst, hinein und sollen auch für den Bereich der Lehrerfort- und -weiterbildung anschlussfähig sein.

